Mittwoch, 11. Oktober 2017

Sehenswürdigkeiten in Bourg-en Bresse (Fortsetzung)

Wie im letzten Post angekündigt, zeige ich euch jetzt noch die Sehenswürdigkeiten...
Mitten in der Stadt steht die Porte des Jacobines (Tor der Jakobiner) aus
dem 15. Jahrhundert. Seit 1927 ist sie ein geschütztes Baudenkmal (Monument historique). 
Es wurde 1437 als Teil des Dominikanerklosters errichtet. In Frankreich werden die Dominikaner auch Jakobiner genannt.


Die Église Notre-Dame von Bourg-en-Bresse ist ein gewaltiger Bau; habe leider keine näheren Informationen gefunden... nur auf französisch; aber damit hapert es bei mir etwas! 





Das Monastére Royal de Brou (Königliches Kloster von Brou) ist ein Meisterwerk der flämischen Spätgotik.


Erbaut wurde es Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Brüsseler Baumeister Loys Van Boghem. Zur Zeit wird es restauriert.


Die Ausmaße der Anlage...

Ein Zeichen der Liebe


Margarete von Österreich, Tochter des Kaisers Maximilian I. von Habsburg und der Maria von Burgund, wollte mit dem Bau ihre Liebe zu ihrem verstorbenen Gatten Philibert dem Schönen, Herzog von Savoyen, verewigen.

Grabstätte von Philibert dem Schönen 


Eine religiöse Einrichtung

Die Prioratskirche Saint-Pierre de Brou befand sich auf einer gallogermanischen und dann burgundischen Grabstätte. Kurz nach dem Tod von Philibert 1504, bemühte sich Margarete von Österreich, den Wunsch ihrer Schwiegermutter Margarete von Bourbon zu erfüllen und das baufällige Priorat neu zu errichten.

Das Chorgestühl aus Eichenholz

Ein politischer Akt

Als Regentin der Niederlande verfolgte Margarete von Österreich über ein Vierteljahrhundert von Mecheln aus, den Bau des Klosters, das drei Grabmäler beherbergen sollte:
ihr eigenes, das von Philibert und das seiner Mutter.


Kurz vor Beendigung des Baus verstarb Margarete 1530, ohne diesen je gesehen zu haben.


Beim Anblick dieser Säulen, fiel mir das Buch Die Säulen der Erde
von Ken Follet ein; muss ich unbedingt mal wieder lesen. 


An diesem Model eines Doppelkreuz-Rippengewölbes, kann man sehen, wie damals gearbeitet wurde und mit welchen Werkzeugen.


Zwei von drei Kreuzgängen...



                              
                            
                                                           

Seit 1791 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Einige Klostergebäude gingen 1921 an die Stadt Bourg-en-Bresse, die hier ein Museum einrichtete, in dem alte Skulpturen, Gemälde aus dem 16. Jh., 17. Jh. und aus dem 19. Jh., Kunsthandwerk und zeitgenössische Kunst gezeigt werden.














Entlang eines breiten, Dormitorium 
genannten Ganges, reihten sich 
zwanzig Mönchszellen auf.

Diese Treppe führte hinauf ins
Dormitorium.


Außerhalb der Anlage wurde auch ein Gemüse- und Kräutergarten unterhalten (Klostergarten)...




Die Rückseite der Kirche

Ich war sehr beeindruckt von dieser Stadt mit ihrer Geschichte.
Schon so oft sind wir auf der Autobahn daran vorbei gefahren. Der Abstecher hat sich gelohnt!
Nächstes Mal treffen wir uns in der nördlichen Provence auf der Rôute de Vin de Côtes du Rhône

Bis dahin grüßt euch
Christiane








Kommentare:

  1. Sehr schön. Kreuzgänge mag ich besonders gern.
    LG susa

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  2. Liebe Christiane, jetzt habe ich durch Dich ein Fleckchen Erde kennengelernt, dass ich vorher noch nicht kannte. Vielen Dank! Die Habsburger waren durch die Heiratspolitik weit verstreut. Nicht von ungefähr kommt der Spruch bellum gerunt alii tu felix Austria nube :) Das Motto hat sich lange bewährt.

    LG Kathrin

    AntwortenLöschen

Vielen Dank, daß du dir Zeit für einen Kommentar genommen hast.

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