Dienstag, 8. August 2017

Der Lorbeer wächst und gedeiht...

...die Umpflanzaktion ist ihm gut bekommen; er hat sich prächtig entwickelt.




Er hat viele neue Triebe und ist dicht belaubt. Seine Blätter sehen kräftig und gesund aus. In der Höhe überragt er mich jetzt schon.
Streift man ihn im Vorbeigehen, verströmt er einen herrlichen Duft . Im Herbst bekommt er dann wieder einen kleinen Formschnitt.

Im März sah er noch so aus:





Ich spreche hier von dem Gewürz- bzw. Küchenlorbeer (andere Lorbeerarten sind giftig)!
Man kann ihn
vielseitig verwenden, wie z.B. in der Küche zum 

Würzen, medizinisch als Tee und im Haus als Dekoration.
Er ist ein dicht belaubter Strauch oder  Baum mit kleinen, zartgelben Blüten im Frühjahr. Meiner hat bis jetzt noch nie geblüht.
Als Kübelpflanze kann er 1 - 2 Meter  hoch werden, im Freien in mediterranem  Klima bis zu 20 m!


Wir sind durch ein "Risotto-Rezept" auf den Lorbeerstrauch aufmerksam geworden.  Die Autorin beschreibt darin, wieviel besser die Gerichte mit frischen Blättern schmecken. Das wollten wir ausprobieren.

(Das Rezept findet ihr am Ende des Post's)

Dafür wurde im Mai 2010 ein kleiner Lorbeerstrauch angeschafft



und im März 2011 kam noch ein zweiter dazu, der aber schon wesentlich größer war.


Die nächsten Jahre durfte der eine weiterwachsen und der andere wurde im Herbst immer wieder ein Stück zurück geschnitten, bis sie 2014 ungefähr die gleiche Höhe hatten.



Der Lorbeer bevorzugt einen sonnigen, windgeschützten Standort und der Boden sollte nährstoffreich, feucht und gut wasserdurchlässig sein.
Durch Stecklinge kann man ihn vermehren und die Blätter sind jederzeit zu ernten. Man sollte sie zum Würzen
unbedingt frisch verwenden.



In der Küche sind sie Bestandteil des Bouquet garni und geben Suppen, Soßen und Marinaden, Currygerichten und gedünstetem Fisch eine besondere Note. Vor dem Servieren werden die Blätter entfernt.
Zur Aufbewahrung werden sie getrocknet. 

















Man  kann sie für Dekozwecke verwenden oder für bessere Raumluft, die Zweige aufhängen oder als Kranz binden.
Lorbeerkränze (Laurus nobilis) waren seit dem Altertum Symbol für Ruhm und  Ehre im Sport  und der Wissenschaft. Noch heute sind auf Sporttrophäen Lorbeerkränze abgebildet.

Und hier jetzt das Rezept für das:
Risotto mit Lorbeerblättern und Parmesan

(für 6-8 Personen)
1 1/4 l Gemüsebrühe oder Hühnerbouillon
60 g  ungesalzene Butter
2 EL Olivenöl extra vergine
1 Schalotte, fein gehackt
4 Lorbeerblätter, vorzugsweise frisch!
Meersalz nach Geschmack
400 g Arborio-Reis
1/8 l fruchtiger Weißwein (wie z.B. ein Vernaccia di San Gimignano)
50 g frisch geriebener Parmesan
sowie eine extra Portion, die man getrennt serviert.

1. Die Brühe in einem großen Topf erhitzen und leise köcheln lassen, während man den Risotto zubereitet.

2. Die Hälfte der Butter, Öl, Schalotte, Lorbeerblätter und Salz bei mäßiger Hitze in einem großen Topf mit dickem Boden miteinander vermischen. Etwa drei Minuten unter Umrühren garen, bis die Schalotte weich und glasig ist; nicht braun werden lassen! Den Reis hinzufügen und etwa ein bis zwei Minuten rühren, bis er gut mit dem Fett überzogen, glänzend und leicht durchscheinend ist.
(Dieser Schritt macht den Unterschied zwischen Risotto und gutem Risotto aus: Die Hitze und das Fett sorgen dafür, dass die Reiskörner nicht miteinander verkleben können, wodurch letztlich die körnige Konsistenz entsteht).

3. Wenn der Reis zu glänzen beginnt und glasig wird, den Wein dazugeben. Ein bis zwei Minuten unter ständigem Rühren garen, bis der Reis den Wein weitgehend aufgesogen hat. Einen Schöpflöffel der kochenden Brühe hinzugeben und gleichmäßig rühren, bis der Reis die ganze Flüssigkeit aufgenommen hat. Die Hitze so anpassen, dass der Reis stets leise köchelt.
Er soll langsam garen und muss immer ganz leicht mit Brühe bedeckt sein. Weiter schöpflöffelweise warme Brühe  unter häufigem Umrühren und regelmäßigem Abschmecken hinzufügen, bis der Reis gar ist. Der Risotto muss eine cremige, porridgeartige Konsistenz  haben.

4. Den Topf vom Feuer nehmen und die restliche Butter und den Parmesan hineingeben. Zugedeckt abseits vom Feuer, zwei Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen mischen können. Abschmecken und die Lorbeerblätter entfernen. Den Reis in einer vorgewärmten Schüssel servieren und extra Parmesan dazu reichen.

Dazu passt ein blaßgoldener Vernaccia aus dem Hügelstädtchen San Gimignano.

Wer es ausprobieren möchte, wünsche ich gutes Gelingen.

Bis bald grüßt euch
Christiane





Kommentare:

  1. Liebe Christiane,
    ein tolles Rezept mit deinem Lorbeerblätter danke fürs Erklären mit dem Risotto!
    Wie der gewachsen ist der Lorbeerbaum.
    Das ist dir gelungen der Platz gefällt ihm.
    Schönen Nachmittag!
    Lieben Gruss Elke

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  2. Liebe Christiane, wow, das kleine Bäumchen hat sich aber gewaltig gemausert. Frisch habe ich Lorbeer noch nicht verwendet, wenn die Bäumchen aber so gut gedeihen, sollte ich es auch einmal wagen. Ich bin ein wirklicher Risotto-Fan. Ich liebe die unterschiedlichsten Variationen. Das Deine hört sich auch sehr lecker an. Vielen lieben Dank fürs Teilen. LG sendet Marion

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  3. ...ach ich hätte auch lieber den Küchenlorbeer im Garten, liebe Christiane,
    aber die Vorgärtner haben Kirschlorbeer gepflanzt, der inzwischen schön von der Straße abschirmt...wenn man den jetzt weg macht, dauert es Jahre, bis da wieder was so dicht gewachsen ist...die Vögel mögen ihn eigentlich auch und wenn er im Frühjahr blüht, kommen ganz viele Bienen...ach jetzt bin ich total abgeschweift, eigentlich wollte ich doch nur sagen, dass deine Kübellorbeerpflanzen mir sehr gut gefallen, sie sehen gesund und kräftig aus...und das Rezept klingt auch gut,

    liebe Grüße Birgitt

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    1. Liebe Birgitt,
      einen Kirschlorbeer habe ich auch (ein Riesenbusch von bestimmt 4m Höhe und 2-3m Breite); der muss jetzt mal geschnitten werden. Und nach der Blüte setzt er dann diese schwarzen Beeren an,
      die die Vögel so lieben.
      LG Chistiane

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  4. Moin Moin Christiane
    hmmmmmm.... Ich durchflötze grade meine Leserlisten. In den letzten Wochen habe ich bemerkt, das sich immer mehr abgemeldet haben. Zum Beispiel war ich ja auch bei dir eingetragen und nun warst du aufeinmal raus. Dafür habe ich *Follower einträge* die ich niemals gemacht hätte. Natürlich habe ich die gelöscht. Jetzt weiss ich allerdings nicht ob die von diesen Bösen überschrieben worden sind/wurden. Hast du das bei dir auch Beobachten können? Aufjedenfall habe ich mich bei dir wieder eingetragen! Ist ja saublöd, wenn ich Post verpasse.
    Dein Beitrag über den Lorbeer finde ich klasse!
    Danke dafür.
    Wäre schön, wenn du mal bei dir schauen würdest, ob du auch solche Merkwürdigkeiten hast.
    Hab ein schönes Wochenende!
    Britta

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    1. Hallo Britta,
      ich sollte vielleicht auch öfter mal meine Leserlisten durchforsten; mir ist nämlich nicht aufgefallen, dass du nicht mehr dabei warst. Habe eben nochmal meine "Follower-Liste" durch geschaut, aber es sind alle noch da. Freue mich, dass du dich wieder eingetragen hast.
      Wünsche dir ein schönes Wochenende!
      Christiane :)

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  5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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